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Keine Transparenz bei Sponsored Posts – Erste Abstrafungen werden kommen

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Keine Transparenz bei Sponsored Posts – Erste Abstrafungen werden kommen

Jeden Tag habe ich mit vielen Ansprechpartnern aus diversen Branchen zu tun. Jeden Tag sehe ich neue wie auch alte Blogs bei uns im System, die ihre Beiträge streuen. Doch was mich immer wieder verwundert sind die Aussagen von Marketingverantwortlichen und die Herangehensweise an Blogger und andere Multiplikatoren sowie die Umgehung von werblichen Regeln.

Wie ist es bis jetzt

Schaut man heute in sogenannte Produkttestsblogs oder auf Facebook-Fanpages wimmelt es nur so von namhaften Firmen, die wöchentlich Tester suchen. Auf der anderen Seite gehen aber jede Woche genauso meist kleine Blogger Unternehmen an und wollen sich für Produkttests anbieten. Was bekommen Sie als Gegenleistung? Einen Teebeutel, Kekse, 3 Tiefkühlpizzas oder 6 Flaschen eines neuen isotonischen Biers. Letztendlich denkt sich der Marketing-, der SEO-Verantwortliche oder der Geschäftsführer, dass er alles richtig gemacht hat. Er erreicht sehr viele Kontakte in den Social Channels, streut seine Meldung in den ausgewählten Blogs und erhält dafür auch noch hochwertige Marktforschungsergebnisse. Dabei lacht er sich noch ins „Fäustchen“, dass er ohne groß Budget in die Hand genommen zu haben, zahlreiche sogenannte Multiplikatoren bekommen hat. Ob dies nun gute Strategien sind und auch die ausgewählten Tester optimal passen, müssen die Verantwortlichen selbst herausfinden. Aber viel schlimmer ist die nicht vorhandene Transparenz und die damit verbundene Umgehung der unerlaubten Werbemaßnahmen bei diesen Aktionen.
Sponsored Post – sind nicht nur Beiträge bei denen der Auftragnehmer Geld bekam, sondern jegliche Auftragserteilung von einer „fremden“ Hand bei der etwas floss, was als „Bezahlung“ oder „Belohnung“ gelten soll. Letztendlich geht es aber leider vielen Marketingverantwortlichen und vor allem den SEOs nicht um die Beiträge, sondern vielmehr um die Setzung der Links. Hier werden zu 90% DoFollow Links von den Bloggern verlangt. Und genau hier ist der Hacken.

Dabei entstehen nämlich zwei Gefahren. Zum einen ist es ganz klare Schleichwerbung, denn jeder Text bei dem etwas vermittelt wurde bzw. eine Belohnung erfolgte, muss mit einem Hinweis (Sponsored Post, Werbung, Anzeige, etc.) gekennzeichnet werden. Zum anderen ist es bei der Vorgabe der Setzung von Do Follow Links ein klarer Verstoß gegen die Richtlinien von Google.

Google betont eindeutig:
We do take this issue very seriously, so we recommend you avoid selling (and buying) links that pass PageRank in order to prevent loss of trust, lower PageRank in the Google Toolbar, lower rankings, or in an extreme case, removal from Google’s search results.

Hier auch noch ein Video hierzu:

Erste Abstrafungen in Großbritannien

Keine Transparenz bei Beiträgen und die Vorgabe der Setzung von DoFollow Links führte in Großbritannien nun auch schon zu ersten Abstrafungen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis Google sich dies auch in Deutschland nicht länger anschauen wird und ich bin davon überzeugt, dass auch hierzulande ein Umdenken nicht beginnen wird, sondern muss. Es gibt einige Firmen wie Schwarzkopf, die schon erkannt haben wo die Vorteile in der Nutzung von Social Channel Owner liegen und welche Möglichkeiten sich hier Unternehmen ergeben. Doch leider gibt es heute auch noch viele Unternehmen, die Angst vor Meinungen der Tester haben und vor allem die oben genannten Tester ausnutzen. Aber erstens werden sie früher oder später die Konsequenzen spüren und zweitens haben auch viele der Multiplikatoren bereits erkannt, dass in anderen Kanälen viele tausend oder Millionen an Euros für Werbemaßnahmen investiert werden, Multiplikatoren wie Blogger aber für einen Teebeutel gekauft und somit befriedigt werden.

Fazit

Scheuen Sie daher nicht den ehrlichen Weg zu gehen und belohnen Sie Ihre Auftragnehmer auch dementsprechend. Die Kunst besteht heute darin, den Kunden emotional aufzuladen. Werbebotschaften in alter Form wie zum Beispiel „seht her unser neues super Produkt“ und „wir wollen aber keine negativen Kritiken, setzt einfach nur einen Link und schreibt positiv“, sorry – aber wacht auf!!!! Weiterempfehlungsmarketing sowie ehrliche Meinungen und damit verbundene Werbung war noch nie so einfach wie jetzt. Es stellt sich nur die Fragen, wie man es richtig angeht und steuert.

[Bildnachweis: Foto von Jesse757 Lizenz]

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